Südhüringer CDU will den rechten Flügel stärken

In einem Artikel des Meininger Tageblatt, vom 27. September 2017, wird der Thüringer Landtagsabgeordnete Michael Heym wie folgt zitiert: „Insbesondere in der Flüchtlingsfrage muss die CDU erkennbar deutlich machen, dass sie begriffen hat, dass die eigene Bevölkerung in ihrer Akzeptanz nicht überfordert werden kann.“ Und weiter heißt es: „Der Weg des linken Mainstreams muss zu Ende sein, wenn wir in ein paar Jahren nicht ein völlig verändertes Gesicht unserer Gesellschaft zur Kenntnis nehmen wollen“.

„Ohne die Wahlergebnisse detailliert zu analysieren hat der Südthüringer Landtagsabgeordnete Michael Heym sofort eine Lösung für AfD-Wähler parat. Schluss mit dem linken multikulti und Ausländer raus. Eigentlich ist es die AfD, die die Ängste der Bevölkerung schürt, um Stimmen zu gewinnen. Wie schlecht muss es der CDU gehen, dass sie jetzt auch am rechten Rand der Gesellschaft nach Stimmen fischen will?“, so Ulrich Töpfer, der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Schmalkalden-Meiningen zu den Äußerungen von Heym.

In dem Artikel äußerst sich der Kreistagsabgeordnete weiter mit folgenden Worten: „Eine CDU, die den rechten Flügel der Gesellschaft abdeckt, ist besser als eine AfD im Bundestag“

„Michael Heym geht es nicht um die Menschen, sondern nur um Wähler*innenstimmen und um Macht. Dafür werden alle Ideale, sofern sie überhaupt bei ihm vorhanden sind, geopfert. Die so zitierte deutsche Leitkultur beinhaltet auch die Würde allen Lebens, wie es im Grundgesetz im Artikel 1 festgeschrieben ist. Welche Leitkultur will er haben? Eine völkische, die nur auf das deutsche Volk ausgerichtet ist und ausblendet, welche Folgen diese Leitkultur in zwei Weltkriegen gehabt hat? Gehört es zu dieser Leitkultur, Menschen in Not nicht mehr zu helfen und sie im Mittelmeer ersaufen zu lassen? Die CSU hat in Bayern haushohe Verluste eingefahren, obwohl sie politisch den rechten Rand bedient hat. Letztlich wird das Original, die AfD und nicht der Abklatsch gewählt“, so Ulrich Töpfer abschließend.

 

Teile diesen Inhalt: